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Rechtsanwalt Dr. Herbert Orlich |
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Rechtssammlung1.5. Schuldrecht 1.5.2. Konsumentenschutz 1.5.2.4. Inkassokosten und Verzugszinsen 1. Zur Frage, welche Inkassokosten der Gläubiger ins Klagebegehren gegen den säumigen Schuldner aufnehmen darf, siehe Rabl, Der Schadenersatz von Inkassokosten dem Grunde nach, JBl 2007, 494.2. Sittenwidrig sind Vereinbarungen, wonach sich der Kunde für einen allfälligen späteren Zahlungsverzug zum Ersatz sämtlicher Mahn- und Inkassospesen sowie 16,8 % Verzugszinsen verpflichtet. Schon die undifferenzierte Überwälzung sämtlicher Kosten der Forderungsbetreibung ist gröblich benachteiligend und daher sittenwidrig: OGH 24.09.1998, 2 Ob 9/97f, ecolex 1999, 83; OGH 20.03.2007, 4 Ob 221/06p, ecolex 2007/252, 601 (Verbandsprozeß gegen Kreditinstitut). Eine solche Klausel wird dann nicht sittenwidrig sein, wenn sich der Kunde nur zum Ersatz der zweckentsprechenden und notwendigen Kosten verpflichtet. 3. Arbeitsrecht: Zu den Verzugszinsen im Arbeitsgerichtsprozeß (§ 49a ASGG) siehe Zankel, Die Anwendbarkeit der Zinsregelung des § 49a ASGG im arbeitsgerichtlichen Prozeß, DRdA 2008, 20. [212]
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