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Rechtsanwalt Dr. Herbert Orlich |
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Rechtssammlung1.4. Sachenrecht 1.4.1. Besitz und Eigentum 1.4.1.2. Das Miteigentum 1. Räumungsklage: steht jedem Miteigentümer gegen seinen Genossen zu, der eine bisher gemeinschaftlich vermietete Wohnung eigenmächtig in Besitz genommen hat: OGH 10.06.2008, 10 Ob 53/08d, immolex 2009/48, 121.2. Übermäßige Nutzung: Gegen den Miteigentümer, der die gemeinsame Sache schon längere Zeit übermäßig gebraucht, hilft weniger die Räumungsklage, sondern eher ein Antrag auf Benützungsregelung: OGH 26.02.2008, 1 Ob 213/07s, EvBl 2008/125, 638 = wobl 2008/85, 243 (mit ungewöhnlich ausführlicher Kommentierung). Überdies steht dem verkürzten Miteigentümer gegen den übermäßig nutzenden Genossen ab seinem Widerspruch ein anteiliges Benutzungsentgelt zu: OGH 25.06.2009, 2 Ob 248/08x, ecolex 2009/395, 1044 = immolex 2010/3, 14 = RdW 2010/24, 20. 3. Verwaltung: Geldansprüche aus der Verwaltung der gemeinschaftlichen Sache fallen unter § 838a ABGB und gehören daher ins Außerstreitverfahren: OGH 14.07.2009, 4 Ob 56/09b, EvBl 2009/158, 1066 = ecolex 2009/398, 1046 = NZ 2010/24, 82. Die Regeln über die Verwaltung von Miteigentum - insbesondere auch § 838a ABGB - gelten sinngemäß auch auf Benützungsregelungen zwischen Mitmietern: OGH 01.09.2009, 5 Ob 135/09b, Zak 2009/670, 417 = immolex 2010/34, 115. 4. Teilungsklage (§ 830 ABGB) - Der Teilungsverzicht ist ein Dauerschuldverhältnis, das aus wichtigen Gründen gekündigt werden kann: OGH 27.08.2008, 7 Ob 72/08a, RdW 2009/20, 17 (Teilungsklage des Masseverwalters). Problematische Zivilteilung eines "Mischhauses": OGH 07.07.2009, 5 Ob 12/09i, EvBl 2010/12, 83 (keine Sonderteilung). Literatur: Perner, Miteigentümer im Zivilprozess, ÖJZ 2010/2, 5. [1210]
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