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Rechtsanwalt Dr. Herbert Orlich |
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Rechtssammlung1.3. Familienrecht 1.3.4. Kinder 1.3.4.2. Vaterschaft 1. Scheinvaterschaft: Stellt sich nachträglich heraus, daß das Kind einen anderen Vater hat, so kann der Scheinvater vom tatsächlichen Vater (nicht vom Kind!) die Rückzahlung aller für das Kind geleisteten Unterhaltszahlungen verlangen. Der Verjährungsfrist beginnt zu laufen, sobald sich der Scheinvater ausreichende Gewißheit verschaffen konnte: OGH 22.04.2009, 3 Ob 38/09y, EF-Z 2009/98, 148 = iFamZ 2009/148, 200; spätestens mit Rechtskraft der Beseitigung seines Vaterschaftsanerkenntnisses: OGH 11.12.2007, 4 Ob 201/07y, EF-Z 2008/58, 99 (Rummel); OGH 24.01.2008, 2 Ob 175/07k, EF-Z 2008/59, 103 (Gitschthaler) = ecolex 2008/176, 522; OGH 03.10.2008, 3 Ob 134/08i, EF-Z 2009/50, 59 = ecolex 2009/33, 127 = JBl 2009, 367.So entstandene Rückzahlungsschulden mindern die Bemessungsgrundlage für die Unterhaltspflichten des tatsächlichen Vaters nicht: OGH 23.10.2007, 3 Ob 154/07d, EF-Z 2008/62, 105. Literatur dazu: Gitschthaler, Scheinvaterregress - Bereicherung oder Schadenersatz?, EF-Z 2009/94, 129. 2. Vaterschaftsfeststellung: wirkt auf den Zeitpunkt der Geburt zurück. So hat der festgestellte Vater dem Kind auch dann rückwirkend Unterhalt zu leisten, wenn zuvor ein anderer Mann - unzutreffend - seine Vaterschaft anerkannt hatte: OGH 05.06.2008, 6 Ob 65/08i, EvBl 2008/169, 895 = EF-Z 2009/14, 19. [1202]
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